12.08.2026
„Je häufiger Menschen erleben, dass Entrechtung normal ist, desto unwahrscheinlicher wird es, dass sie ihre Ansprüche einfordern“
Verletzungen des Arbeitsrechts wie nicht gezahlte Löhne, unbezahlte Überstunden, unrechtmäßige Kündigungen oder Diskriminierung treffen besonders häufig Menschen in prekären Lebenssituationen. Dennoch setzen sich viele Betroffene nicht gegen die Verletzung ihrer Rechte zur Wehr.
Im Interview mit der G.I.B. spricht Dr. Nikolai Huke von der Universität Hamburg über die Ergebnisse seiner Forschung „Arbeitsrechte in prekären Lebenslagen“. Er erläutert, warum fehlende Kenntnisse, sprachliche Hürden, existenzielle Abhängigkeiten und Machtasymmetrien Beschäftigte daran hindern können, ihre Ansprüche geltend zu machen.
Eine wichtige Rolle spielen dabei Beratungsangebote. Nikolai Huke hebt insbesondere die Beratungsstellen Arbeit NRW mit ihrer flächendeckenden Beratungsinfrastruktur hervor. Im Interview zeigt er außerdem auf, welche strukturellen Veränderungen aus seiner Sicht notwendig sind, um Beschäftigte besser vor Verletzungen ihrer Arbeitsrechte zu schützen.
G.I.B.-Beiträge zur Arbeits- und Sozialpolitik 2026/12
Interview Teilhabe und Integration am Arbeitsmarkt